Zucker-

das sind die nachhaltigsten Alternativen

 

Wir nutzen Süßungsmittel sehr häufig. In den meisten Rezepten ist der weiße Industriezucker zu finden. Er ist günstig und gut zu lagern. Doch es gibt auch nachhaltige Alternativen, um ihn zu ersetzen.

Weiße Süße – der Industriezucker

Für Kuchen, Brot, Gebäck, Hauptgerichte und auch zum Frühstück nutzen wir ihn – den Zucker.

Weißer Zucker wird meist aus Zuckerrüben und industriell gefertigt. Er enthält 100% Kohlenhydrate in Form von Saccharose (eine Mischung aus Glukose und Fruktose). Durch den hohen Verarbeitungsgrad verbleiben keine Mineralstoffe, Spurenelemente oder anderes im Süßstoff.

Industriezucker ist sehr günstig, jedoch ernährungsphysiologisch nicht besonders wertvoll.

Es gibt Alternativen.

Nicht jede davon ist nachhaltig. Oftmals werden Ersatzstoffe wie Agavendicksaft oder Ahornsirup in Rezepten verwendet, die jedoch nicht bei uns anwachsen und daher einen weiten Transportweg hinter sich haben. Hier findet ihr die sechs besten Zuckeraustauschstoffe, die sowohl nachhaltig sind und wertvolle Nährstoffen beinhalten:

1. Rohrohrzucker:

Grundlage ist hier auch das Zuckerrohr. Dieser Zucker wird nicht vollständig gefiltert und beinhaltet daher einige Bestandteile, die eine Braunfärbung des Zuckers bewirken. Weiterhin sind einige Mineralstoffe Spurenelemente und andere Nährstoffe darin zu finden.

2. Vollrohrzucker:

Auch dieser Zucker besteht aus Zuckerrohr. Bei der Herstellung wird der Saft des Zuckerrohrs heraus gepresst gefiltert und dann als Sirup ein gekocht. Es erfolgt keine chemische oder mechanische Behandlung. Der Sirup wird im Anschluss lediglich noch zu Zuckerkristallen oder einem Auszugspulver vermahlen. Dies bedeutet auch, dass alle Nährstoffe enthalten bleiben. Voll Rohrzucker hat einen sehr kräftigen Geschmack. Alle Aromen bleiben erhalten.

3. Apfeldicksaft:

Dieser Süßungsmittel entsteht beim Einkochen von konzentrierten Apfelsaft. Es entsteht eine zähflüssige Masse mit hell- oder dunkelbrauner Farbe und einem fruchtigen Geschmack. Der Nachhaltigkeitsvorteil liegt ganz klar darin, dass Äpfel auch bei uns in Deutschland wachsen und sie nicht über die halbe Erde transportiert werden müssen, um daraus für uns ein Süßungsmittel herzustellen.
Du findest ihn in Unverpackt Läden, gut sortierten Reformhäusern und manchmal auch in normalen Supermärkten.

4. Birnendicksaft:

Wie der Name schon verrät, stammt der Birnendicksaft aus Birnen. Genauso wie beim Apfeldicksaft, liegt auch hier der Vorteil, dass Birnen manchmal in Deutschland oder auch im nahen europäischen Ausland wie Frankreich wachsen. Du kannst diesen Zuckerersatz auch ganz leicht selbst herstellen. Dazu kochst du lediglich Birnensaft so lange ein, bist du eine sirupartige Konsistenz erreicht hast. Wenn du den Birnendicksaft dann in sterile Gläser oder Flaschen abfüllst, dann kannst du ihn gekühlt für etwa zwei Wochen nutzen.

5. Melasse:

Bei diesem Süßungsmittel handelt es sich um einen Abfallprodukt der Zuckerherstellung. Es enthält Bis zu vier mal mehr Kalzium wie Milch.

Melasse ist sehr nährstoffreich und hat einen geringeren Energiegehalt im Vergleich zu manch anderen Zuckersorten. Allerdings erinnert der starke Eigengeschmack an Lakritze und ist daher nicht für jedermann:frau geeignet. Die Vielfalt an enthaltenen Nährstoffen macht Melasse gesundheitlich besonders wertvoll.

6. Bananen oder Trockenobst:

Wer Kekse oder einen Kuchen zubereiten möchte, kann ebenfalls auf überreife Bananen zurückgreifen. Auch so manches Trockenobst (Pflaumen oder Feigen) ist ein fantastischer Ersatz für Industriezucker. Häufig wird diese Art des Süßens von Speisen in Bezug zur Herstellung von Kleinkindkost empfohlen. Doch was für Kinder gesund ist, kann für Erwachsene ebenfalls nicht schlecht sein.

Wenn du dir unsicher bist, in der Menge die du verwenden sollst, dann greife einfach auf Rezepte zurück, die bereits diesen Zuckeraustauschstoff beinhalte.

Meine Empfehlung lautet: nutze immer den Zuckeraustauschstoff, der am nächsten am Naturprodukt dran ist und am wenigsten verarbeitet wurde.

Je weniger damit gemacht wurde, desto mehr Nährstoffe bleiben enthalten. Und wenn wir schon etwas Süßes naschen, dann doch bitte auch mit Mineralien und Spurenelementen.

Viel Erfolg beim Testen.

Nachhaltige Grüße

Nicole

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